Media et Tibet

Was passiert wirklich in Tibet ?

 

Die Menschenrechte sind ein Steckenpferd der Medien geworden.

 

Aber dieselben Massstäbe gelten nicht für alle. Es is klar, dass China kein Musterbeispiel ist, aber, dass andere, wie die USA, Grossbritannien und Frankreich sich anmessen diesem Lande Lektionen zu erteilen ist heuchlerisch. Die Vereinigten Staaten erlauben Tortur im Irak und auf Guantanamo, betreiben politischen Mord in Palästina und im Irak, haben im eigenen Lande 2 300 000 Häflinge eingekerkert und elektrokutieren fröhlich weiter. Ihre europäischen Verbündeten schauen zu, oder lassen sogar Flugzeuge der CIA mit Häftlingen zwischenlanden. In den letzten 5 Jahren wurden allein im Irak 1 200 000 Iraker getötet, 3 000 000 verwundet und 2 200 000 mussten in Nachbarländer flüchten.

 

Seit Monaten bereiten die USA einen neuen Krieg im Iran vor und da ist China ein Störenfried, denn China ist ein Verbündeter des Irans im SCO Pakt (Shangai Cooperation Organization) zusammen mit mehreren anderen Ländern. 2006 wurden gemeinsame Militärmanöver ausgeführt. Ein Krieg gegen den Iran kann nur gewonnen werden, wenn man die Zusammenarbeit dieses Landes mit den Chinesen und den Russen schwächt oder bricht.

 

Dieses tut sich am einfachsten dadurch, dass man im Innern Chinas separatistische Gruppen oder Völker fördert. So zum Beispiel bei den Uighurem im Sinkiang. Die CIA  unterstützt deren Separatismus und deren Ziel einen Staatenbund oder Kalifat zu bilden mit Turkestan, Usbekistan, Tadjikistan und Kirghiztan.

 

Seit 700 Jahren gehört Tibet mehr oder weniger eng zu China. Dieses wurde 1904 von den Briten anerkannt und 1954 von Nehru bestätigt. Die Briten mussten es zugeben, nachdem sie 1888 und 1903 zweimal versucht hatten mit Militärkraft Tibet zu erobern. Lhasa wurde zeitweilig von den Briten besetzt und der Dalai Lama musste flüchten. Vor und während des zweiten Weltkrieges wurde der Panchen Lama regelmässig besucht von den SS oder SA-Sturmführern und ein Kooperationsvertrag wurde von ihm unterschrieben mit dem „König“ Hitler.  In den fünfziger Jahren unterstützten die USA unter Leitung von McCarthy die tibetanischen Separatisten  durch Waffenlieferungen. Dieses erklärt, wenn auch nur zum Teil, den massiven Einmarsch der chinesischen Armee.

 

Was genau in den letzten Monaten in Tibet passiert ist, ist sehr schwer zu erfahren. Die Schlammschlacht zwischen westlichen und chinesischen Medien ist irreführend. Zahlreiche Manipulationen haben wir in den letzten Jahrzehnten erlebt : die Massengräber in Timisoara, die Kindermorde in Kuweit,  Palästinensertänze am 11 September 2001, die Konzentrationslager in Bosnien und vielleicht auch die Vogelgrippe. Erstaunlich ist, dass Pressefotos chinesische Militärs zeigen mit Sommeruniformen aus dem Jahre 2005, und das während des Winternmonats März in Lhasa. Wir wollen keinesfalls behaupten, dass die chinesischen Medien uns die ganze Wahrheit erzählen.

 

Dass es jetzt wieder 50 000 Mönche in Tibet gibt, die in 1 700 Klöstern leben, sagt man uns kaum in unseren Zeitungen. Dass diese Mönche wohl beten, aber nicht arbeiten wie bei uns. Dass der Dalai Lama im Alter von 2 Jahren gewählt, kaum den  US-Normen für einen demokratisch gewählten Staatspräsidenten entspricht.

 

Die westlichen Medien haben es jedenfalls fertig gebracht die Chinesen zu diabolisieren, sowie sie es getan haben für die Araber, Kolumbianer, Serben, Palästinenser und Iraner. Ein Resultat dieser Kampagne ist auch, dass unsere Augen abgelenkt wurden von der verzweifelten Lage im Gazastreifen, wo die Menschen hungern und leiden.

 

Unverständlich sind jedoch die Versuche der USA China zu destabilisieren. Würde China keine Güter mehr in die amerikanischen Supermarkets liefern wären diese pleite, würde China massiv Dollars verkaufen wären die USA pleite, würde China seine Pforten schliessen für europäische Investionen wären auch wir pleite.

 

Unproduktiv ist es jedenfalls die Chinesen in die Knie zwingen zu wollen. Wir vielleicht, sie aber kaum, haben vergessen, dass die Europäer vor 100 Jahren ihr Land kolonisierten und zerstückelten. Und wenn sie heute das Gesicht verlieren drehen sie die Uhren 20 Jahre zurück.

 

Die Tibetaner, mehr als andere Völker, haben im letzten Jahrhundert gelitten unter den Eroberungskriegen der Briten, der theokratischen Knechtschaft unter den Bonzen und Lamas. unter der kommunistischen Kulturrevolution. Wir wünschen, dass ihnen wie den Völkern Afrikas nach der Kolonisation, den Völkern Osteuropas nach dem Fall der Mauer, den Völkern Südamerikas nach dem Aussterben der USA-treuen Caudillos auch mehr Eigenständigkeit und Freiheit erlaubt wird. Ohne dass wir uns zuviel in ihre Angelegenheiten mischen. Wir würden es auch nicht tun bei den Basken, den Schotten, den Inuit und den Sorben. Und wenn wir es tun, dann hinterlassen wir überall Blutspuren, wie im Kongo und Chile, Irak und Afghanistan, Palästina und Somalien, Vietnam und Tchad.

 

Pierre Lutgen

Hostert

 

Jean Heinen

Howald

 

 


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